Intensive Arbeit und ihre wunderbaren Folgen
Liebe Frau Neumaier,
Bevor ich, 42, zu Ihnen und THE WORK nach Byron Katie fand, bestand mein Leben über mehr als 3 Jahrzehnte nach einer Kindheit voller Gewalt aus Selbsthass, Wut, Ärger, Lieblosigkeit, Anspannung, Distanz und Aggressionen ( mir selbst und anderen Mitmenschen gegenüber sowie im Straßenverkehr). Ich litt unter unzähligen Angstzuständen und Isolation. Am Ende dieses Tunnels sah ich kein Licht mehr. Meine Gedanken kreisten nur noch darum, dass ich nicht mehr auf dieser dunklen Welt existieren möchte. Ich gehörte nicht in diese Welt, fand die richtige Straße nicht mehr, die ich gehen sollte, um endlich auch einmal glücklich und zufrieden zu sein.
Ich hatte bereits 3 erfolglose Verhaltenstherapien hinter mir und war davon überzeugt, daß mir auf dieser Welt niemand mehr helfen kann. Im Januar d.J. besuchten Freunde Ihren Tagesworkshop und gaben mir Ihren Flyer, den ich jedoch wegwarf. Ich entschied mich lieber dafür, weiterhin zu leiden. Es würde schon irgendwie gehen. Doch meine Aggressionen, meine hoffnungslose Depression, das Arbeitsleben wurden noch schlimmer, noch unerträglicher. ICH wurde immer unerträglicher. Im Juni 2011 erinnerte ich mich an den Flyer, besorgte mir erneut die Adresse und suchte diese Homepage auf, betrachtete einige der Videos, fasste mir schließlich ein Herz und nahm Kontakt auf. Umgehend erhielt ich eine freundliche Rückantwort mit Terminvorschlägen und erlebte dann Angst vor diesem Termin. Ich wusste, ich würde mich öffnen müssen, von mir erzählen, meine ganze furchtbare und grausame Vergangenheit anschauen, über Gefühle und Gedanken sprechen. Und da hatte ich so meine Zweifel.
Nachdem Sie mir die Tür geöffnet hatten, fühlte ich mich sicherer und wurde sehr schnell neugierig, auf das, was mich jetzt erwartete und liess mich ein. Sie erläuterten ausführlich Ihre Vorgehensweise, was mir Angst und Unsicherheit nahm. Seit so vielen Jahren erschwerte mir mein Denken mein Leben, so sehr, dass ich fast aufgegeben hätte und hier begriff ich in der ersten Stunde, dass es nicht die anderen, sondern daß es mein Denken gewesen war, das mir das Leben zur Hölle gemacht hatte. Ebenso empfand ich direkt nach dieser ersten Stunde eine tiefe innere Ruhe gepaart mit einer Lebensfreude, die ich schon lange nicht mehr gespürt hatte (auf der Fahrt zur Arbeit habe ich im Auto angefangen zu singen). Endlich war da wieder etwas Hoffnung, dass es eine Straße des Glücks auch für mich geben könnte.
Ich gehe diese Straße nun seit 3 Monaten und sie besteht täglich aus ein bisschen mehr Glück, Harmonie, Freude, Warmherzigkeit, Aufgeschlossenheit, Respekt, Wertschätzung und Liebe in mir.
Mit dieser sehr intensiven Arbeit mit täglichen Hausaufgaben hat sich mein Leben sehr verändert, und zwar:
- Ich habe kaum noch negative Gedanken wie all die Jahre zuvor.
- Meine Aggressionen - mir selbst wie anderen Mitmenschen gegenüber sind wie weggeblasen.
- Mein Selbsthass wandelt sich in "ich akzeptiere mich immer mehr, so wie ich bin" .
- Ich füge mir keine Schmerzen mehr zu
- Ich sorge nun liebevoll für mich.
- Ich verurteile mich und meine Mitmenschen immer weniger.
- Ich fühle mich immer öfter und immer länger frei, offen, geliebt, lebenslustig, genießend, schwungvoll, ausgeglichen und gelassen
Es war nicht immer leicht. Vor und während dieser intensiven Wochen war ich so mit der Work, meinen Hausaufgaben, mit mir und meinem Leben beschäftigt, dies ließ wenig Raum für Treffen mit meinen Freunden zu. Heute habe ich gerne Zeit und Lust, meine Freunde zu sehen und ihnen von meinem neuen Leben und meiner neuen Welt voller Freude und Begeisterung zu berichten. Viele meiner Freunde haben feuchte Augen vor Freude, wenn sie jetzt mit mir zusammensitzen! Ich möchte hier einige Aussagen wiedergeben, die ich so zu hören bekomme:
- bitte zeige mir die Narbe an Deinem Kopf, hat man Dich operiert?
- Das ist ja Wahnsinn, wie positiv Du Dich verändert hast.
- Ich sehe Dein Glück in Deinen strahlenden Augen.
- Ich erkenne Dich nicht wieder. Ich kann es noch nicht glauben, was ich da sehe.......eine glückliche und neue Person
- Es ist so wundervoll mit anzusehn, wie glücklich Du bist.
- kann ich bitte ganz schnell wissen, mit welcher Methode und mit wem Dir das möglich war?
Schließlich war die intensive Zeit meiner Auszeit als Kranke zuende, und ich begann mit meiner stufenweisen Wiedereingliederung als Führungskraft. Täglich staune ich darüber, wie Probleme, die wir Wochen zuvor bearbeitet hatten, deren Ergebnis ich schon vergessen hatte, verschwunden sind. Selbst mit Mitarbeitern, mit denen ich vorher heftige Kommunikationsprobleme hatte, ist nun wieder eine wertschätzende und lockere Kommunikation möglich. Das ganze Team erfährt einen neuen Zusammenhalt, die gemeinsame Arbeit macht mir viel Freude. Andere Teamleiter und Vorgesetzte wundern sich offen über meine positive Veränderung, wo sie für mich schon fast selbstverständlich wird. Obwohl ich mich und andere nicht mehr so unter Druck setze, wird Leistung zur Leichtigkeit, nicht zur Anstrengung.
Mein Leben findet nun zu einer Balance, die es noch nie gab: ich lebe nicht mehr um zu arbeiten und um meine Schmerzen zu verdrängen, sondern ich lebe, wo auch immer ich bin, nehme aktiver als zuvor an meinem Sozialleben teil, gehe meinen Hobbies und Interessen nach und genieße meine Arbeit. Mein neues Lebensmotto heißt: "Liebe was ist" und ich weiss, daß ich mit dieser Methode weiter arbeiten werde, so lange, bis ich keine PROBLEME mehr denken kann. Es ist schön, zu begreifen, dass es Hilfe auch in den schlimmsten Krisen gibt, dass ich lernen kann, mir selbst zu helfen, dass sogar ich immer öfter vor Glück und Zufriedenheit meine Welt umarmen kann.
Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für die Gespräche, Ihr Verständnis, Mitgefühl, für Ihr Vertrauen und Ihre Einfühlsamkeit.
Manuela Nicole B., September 2011